Aufruf zur antifaschistischen Prozessbegleitung gegen die Schlägernazis vom 1. Mai 2015 in Saalfeld!

Wir vergessen nie!

Fast genau drei Jahre ist nun her, dass die Nazipartei “Der dritte Weg” mit über 700 gewalt-bereiten Neonazis durch Saalfeld marschierte. Dagegen stellten sich mehr als 1000 Menschen in den Weg.
Von der Polizei unbeachtet und ohne Begleitung zog ein Nazimob von ca. 80 Personen vom Bahnhof in Richtung Innenstadt, um zum Startpunkt der Nazidemo am Stadtrand zu gelangen. Unter ihnen befanden sich auch Mitglieder der “Freien Kameradschaft Dresden”. (https://www.mdr.de/thueringen/ost-thueringen/saalfeld-rudolstadt/neonazis-saalfeld-mai-hintergrund-100.html)
Wie gefährlich dieser Mob war, musste eine kleine Gruppe von sechs jugendlichen Punks schmerzlichst erfahren, als sie den Nazis auf dem Weg Richtung Saale gegen 12:50 Uhr geradezu in die Arme lief. Aus Augenzeugenberichten geht hervor, dass die Nazis, ohne das die Jugendlichen sie provozierten auf sie eintraten und schlugen. Die Folge waren schwere Verletzungen, ausgeschlagene Zähne, Gehirnerschütterungen, innere Blutungen und Krankenhausaufenthalte.

Video eines Augenzeugen vom Anfang des Angriffs:

Das dieser rechte Mob dann auch noch geschützt durch die Polizei zum Versammlungsort der Nazidemo geleitet wurde, ist der Gipfel des Behördenversagens an diesem Tag. Von diesen 80 Nazis wurden gerade einmal zwei Personen wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt und die Ermittlungen gegen 25 weitere Beteiligte “mangels Tatnachweis” eingestellt.
Das dabei der gleiche tendenziöse Staatsanwalt Martin Zschächner die Ermittlungen leitet, hat einen bitteren Beigeschmack. Ist er es doch, der z.B. Antifaschist*innen in Saalfeld-Rudolstadt im Nachgang einer Thügida-Demonstration am 09.01.2017 mit einer Welle der Repression überzog , aber aber die Ermittlungen wegen des Singens des “U-Bahn-liedes” auf einer AfD Demonstration am 12.09.2017 in Jena einstellte

Die beiden Angeklagten sind zudem keine Unbekannten:
Bei dem mutmaßlichen Haupttäter handelt es sich um einen bereits wegen Körperverletzung verurteilten Dresdner Neonazi. Er soll an dem Überfall von rund 250 rechtsextremen Hooligans auf den alternativen Leipziger Stadtteil Connewitz am 11. Januar 2016 beteiligt gewesen sein. Bei dem zweiten Mann handelt es sich um einen polizeibekannten Rechtsextremen aus Sachsen-Anhalt.

Nun kommt es also nach fast genau drei Jahren zum Prozess gegen die zwei angeklagten Neonazis. Wir rufen dazu auf, an beiden Verhandlungstagen den Prozess zu begleiten. Wir lassen die Opfer der faschistischen Gewalttat im Zeugenstand nicht alleine und zeigen den Nazis, dass wir nicht vergessen, was sie unseren Freund*innen und Genoss*innen am 1. Mai 2015 in Saalfeld angetan haben!

Kommt am 23.04.2018, am 14.05.2018 und am 23.05.2018um 09:00 Uhr zum Amtsgericht Rudolstadt, Breitscheidstraße 133, 07407 Rudolstadt.
Verhandlungsbeginn ist jeweils 09:30 Uhr.
Es wird zudem an allen Verhandlungstagen vor dem Gerichtsgebäude eine Kundgebung gegen Nazigewalt geben.


0 Antworten auf „Aufruf zur antifaschistischen Prozessbegleitung gegen die Schlägernazis vom 1. Mai 2015 in Saalfeld!“


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


fünf + = vierzehn