„Die Forderung, daß Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung. Sie geht so sehr jeglicher anderen voran, dass ich weder glaube, sie begründen zu müssen noch zu sollen.“

Theodor W. Adorno

____________________________________________

Wir sehen Faschismus, Rassismus, Antisemitismus und alle anderen Auswüchse menschenverachtender Attitüde nicht als etwas an, dass als Meinungspluralismus akzeptiert werden sollte, sondern als etwas, dass durch Aufklärung überwunden werden kann und muss. Des Weiteren wollen wir nicht alles Lebendige zu unserer Pflicht machen, in dem wir ihnen eben diese Aufklärung aufzwingen. Wir wollen lediglich Menschen, die sich gern über regionale Begebenheiten und politische Themen informieren möchten, die Möglichkeit geben, dies jenseits von Verschwörungs- und Naziwebseiten als auch anderen Provinzblättern zu tun. Denn in der Region Saalfeld gibt es, abgesehen von den Publikationen des Haskala und des Bündnis „Zivilcourage und Menschenrechte“ (zumsaru), keine wirkliche Option, sich abseits der lokalen Zeitungen und rassistischen, antisemitschen und völkisch motivierten ,,Informationsquellen“ zu belesen. Davon haben wir einfach genug und darum bemühen wir uns, das zu ändern.
Was es aber in der Region in und um Saalfeld zu Genüge gibt sind Wutbürger*innen, Rassist*innen, Nazis, Antisemit*innen… das finden wir einfach unausstehlich und schlicht ekelerregend. Deshalb versuchen wir ein Kontra zu setzen, wenn die Populisten der ewig Gestrigen wieder die Propagandatrommel rühren. Wenn sie versuchen, ihren Hass mit einer fabelhaft konstruierten Ideologie zu etablieren. Und wenn schließlich wieder versucht wird, verachtenswerte Handlungen wie rassistischen Übergriffen rationale Motive anzudichten, um die Täter*innen zu rechtfertigen und deren Beweggründe zu verharmlosen. Um eben dieses zu enttarnen, die wirklichen Ursachen zu benennen und die Gegebenheiten zu reflektieren, haben wir uns im Jahr 2014 dazu entschlossen, das Antifaschistische Jugendbündnis (AJUBS) ins Leben zu rufen. Mit vereinten Kräften stellen wir uns der Menschenverachtung und kartoffeliger Dumm-Dreistigkeit entgegen und bieten eine Plattform für all jene, denen hier sonst nur die Tristesse der Provinz bleibt.

Zudem erklären wir uns solidarisch mit Israel und sprechen uns gegen Antiamerikanismus, personifizierte Systemkritik, Verschwörungsdenken und Geschichtsrevisionismus aus.