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Antifaschistische Spontandemo in Saalfeld gegen den Rechtsruck und die AfD

Sponti Saalfeld gegen AfD

Am Sonntagabend gegen 20:00 Uhr versammelten sich überwiegend jüngere Antifaschist*innen auf dem Saalfelder Marktplatz, um mit einer Spontandemonstration gegen den Rechtsruck und den Einzug der AfD in den Bundestag zu demonstrieren. Die Sponti startete mit rund 35 Menschen und wuchs im Laufe der Zeit auf ca. 50 Personen an. Sie zog unter Sprechchören und mit Transparenten, auf denen unter anderem Stand „Nationalismus ist keine Alternative. Die befreite Gesellschaft schon!“ einmal durch die Innenstadt bis hin zum Blankenburger Tor. Die AfD wurde hier im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt mit 27,0 % stärkste Kraft, knapp gefolgt von der CDU mit 26,4 % der Stimmen.

Die Redebeiträge richteten sich gegen den Hass und die Hetze der AfD, die mit Brandreden Gewalt gegen Minderheiten schürt und neonazistisches Gedankengut wieder salonfähig macht, welches sich dann auf der Straße entlädt. Es wurde der Wunsch und die Idee einer solidarischen Gesellschaft geäußert, in der es nicht nötig ist „nach oben zu buckeln und nach unten zu treten“, wie es in einem weiteren Redebeitrag hieß.

Auf der Abschlusskundgebung am Blankenburger Tor wurde deutlich, dass der Kampf gegen Faschismus jetzt erst recht weiter geht und die progressiven Kräfte zusammenstehen müssen, um dem Rechtsruck in der Gesellschaft eine solidarische Alternative entgegen zu setzen.

Es gibt kein ruhiges Hinterland!
Alerta Antifascista!

Sponti Saalfeld gegen AfD 2

Solidarische Grüße nach Hamburg!

smash G20

Auf dem heute beginnenden Rudolstadt-Festival wurde Transparent mit der aufschrift „FIGHT AGAINST CAPITALISM, REPRESSION AND NATIONALISM – SMASH G20!“ gut sichtbar über der Saale aufgehangen. Auf der Rückseite ist zu lesen „G20 VERSENKEN – SUPPORT BLACK BLOCK“.

smash g20 panorama

g20 versenken

Der Widerstand gegen den dreisten Gipfel im Herzen Hamburgs und einen sich immer deutlicher zeigenden Polizeistaat ist auch in der Provinz spürbar. Wir schicken solidarische Grüße an die vielen Menschen, die sich diesem Wahnsinn am kommenden Wochenende in Hamburg entgegenstellen!

YES WE CAMP!
DUDDE DU KLOBÜRSTE!
SMASH G20 AND FIGHT CAPITALISM!

Weitere Infos, aktuelles und Hintergründe:

Welcome to hell
No G20
Twitter #NoG20
Twitter Antikapitlaistisches Camp

If the kids are united, they will never be divided!

Am 31. Mai 2017 gab es eine äußerst widerliche und brutale Aktion der bayrischen Polizei um einen 20 jährigen Berufsschüler aus Afghanistan abzuschieben. Solidarische Mitschüler*innen und Aktivist*innen haben sich beherzt und mit hohem Repressionsrisiko gegen diesen Abschiebeversuch zur Wehr gesetzt. Ein Verhalten, dass wir uns bei jedem Abschiebeversuch wünschen!

Eine wirklich perverse Zusatzinformation: Der Abschiebeflug konnte nicht starten, da man aufgrund des am selbigen Tag stattgefundenen Terroranschlags auf die Deutsche Botschaft in Kabuld/Afghanistan (90 Tote!) die dortigen Mitarbeiter entlasten möchte. Wenn sie ihrer Arbeit wieder nachgehen können, wird weiter ins (tod)sichere Afghanistan abgeschoben. Buiness as usual…ihr Dreckschweine!

Scheinbar gab es auch in Saalfeld Menschen, die etwas gegen solche Repressionen und menschenverachtende Abschiebungen haben.

Wir dokumentieren hier ein Graffiti, dass seit heute in Saalfeld an einem schönen Postkartenmotiv zu sehen ist. Und wir begrüßen natürlich solche Aktionen und schließen uns der Message an:

STOP DEPORTATION!
ABSCHIEBUNG IST MORD!
SOLIDARITÄT MIT DEN MUTIGEN MENSCHEN, DIE SICH DIESEM WAHNSINN IN DEN WEG GESTELLT HABEN!

soliaktion fuer nuernberg

Infoveranstaltung zu den G20 Protesten

welcome to hell

Nur einen Steinwurf von der Roten Flora entfernt soll Anfang Juli der G20-Gipfel in den Hamburger Messehallen stattfinden. Schon jetzt ist klar, die Stadt wird während dieser Tage in einen temporären Ausnahmezustand versetzt werden. Tausende Bullen, Militär und Geheimdienste werden versuchen die Handshakes, Pressetermine und
Kamingespräche der Regierungschef_innen zu schützen und rote, gelbe und blaue Sicherheitszonen sollen Aufenthalts- und Demonstrationsverbote für weite Teile der Stadt rechtlich legitimieren.

Gegen diese Abschottungsversuche der Mächtigen rufen autonome und antikapitalistische Gruppen dazu auf, Hamburg zu einem Ort und Ausrufezeichen des Widerstandes gegen die alten und neuen Autoritäten des Kapitalismus zu machen. Das Bündnis “Welcome to Hell” mobilisiert für den Donnerstagabend vor dem Gipfelwochenende zu einer internationalen antikapitalistischen Großdemonstration, um eine radikale
Kritik gegen patriarchale und kapitalistische Zustände sichtbar zu machen und das aktionistische Startsignal für den Gipfelwiderstand zu geben. Am Freitag folgt der zentrale Aktionstag gegen den Gipfel, an dem verschiedene Bündnisse zu einem Sturm auf die Rote Zone rund um die Tagungsorte und zu Blockaden zentraler kapitalistischer Infrastruktur wie dem Hamburger Hafen mobilisieren. Zehntausende Aktivist_innen werden diesen Aufrufen folgen. Für den Samstag ist abschließend eine zentrale spektrenübergreifende Großdemonstration mit über 100.000
Teilnehmer_innen geplant, an der sich auch antikapitalistische Blöcke beteiligen werden.

Mit der Veranstaltung wird der aktuelle Stand der autonomen und antikapitalistischen Mobilisierung vorgestellt und ein Überblick zu den bisher geplanten Aktionen gegen den G20-Gipfel gegeben. Es gibt ausreichend Mobimaterial und es ist gibt Platz für Diskussion und Fragen.

Samstag, 20. Mai 2017
17:00 Uhr
SB1 Saalfeld

Beats für den Kiez – Für ein besseres Leben in der Tristesse!

Nachttanzdemo Saalfeld

Heute bebt das Pflaster, die Stadtmauer wackelt und Saalfeld badet in Glitzer und fetten Klängen. Mit einer phänomenalen Nachttanzdemo durchbrechen wir für einen kurzen Moment die Tristesse der Thüringer Provinz und zeigen auf den Straßen, dass es fernab der Metrolpolen und hippen Städte noch mehr gibt als Rostbratwurst, Kirmes, Kameradschaften und Wald.
Wir gehen auf die Straße und zeigen, dass es fernab der Klischees über das Hinterland noch Menschen gibt, die gewisse Ansprüche an das Leben und eben auch das Feiern haben. Wir nehmen uns den Raum, der nach 18:00 Uhr gewöhnlicherweise nur durch hochgeklappte Gehwege glänzt und in den Abendstunden genauso langweilig ist, wie das Saalfelder Stadtfest.
Und wir zeigen, dass es abseits von überteuerten und unattraktiven Unterhaltungsangeboten auch selbstorganisierte (Sub)Kultur gibt, die sich nicht mit dem trostlosen Zustand in dieser Region zufrieden gibt.
Wir organisieren verrückte Partys und Konzerte, Demonstrationen, Vorträge zu politischen Themen, führen Filme vor die sonst nicht im Kino laufen und zeigen uns solidarisch mit Betroffenen von rechter Gewalt.
Wir setzen uns ein, gegen ein Klima des Hasses, welches gerade in Deutschland, Europa und in viele Teilen der Welt erstarkt. Wir haben keinen Bock auf diesen „Rechtsruck“, in denen Leute vorgeben „ihre Freiheit“ und „ihre Werte“ verteidigen zu wollen. Wenn das bedeutet, dass Menschen nicht mehr so frei leben und lieben können, wie sie wollen, das Menschen wieder in „wertes“ und „unwertes“ Leben eingeteilt werden, wenn Rassisten wieder an den Grenzen schießen wollen und hunderte von Flüchtlingsheimen brennen, dann können wir nur sagen: NEIN! Das ist nicht die Freiheit die wir uns wünschen und auch Keine, welche es zu verteidigen gilt. Eher ist das Gegenteil der Fall, diese Pseudo-Freiheit muss zu Gunsten einer wirklich emanzipatorischen Freiheit angegriffen und ersetzt werden!

Für uns bedeutet Freiheit, die Menschen lieben zu dürfen, die wir wollen, egal ob Hetero, Homo, Queer, etc. Wir möchten dahin gehen und bleiben, wo es uns gefällt. Das Gleiche gilt für Menschen, die hier Schutz suchen und Frieden vorfinden!
Wir möchten uns Kleiden, wie wir wollen! Ein Kurzer Rock oder ein weiter Ausschnitt ist keine Einladung für Übergriffigkeiten!
Wir möchten nicht, dass wir aufgrund unserer Hautfarbe, der Herkunft oder des Glaubens angefeindet oder angegriffen werden.
Wir loben uns den Müßiggang und finden den Arbeitswahn, vorallem den in Deutschland fürchterlich. Das Jobcenter mit seinen beschissenen Sanktionen und Maßnahmen kann uns gestohlen bleiben!
Unter Freiheit verstehen wir auch, dass Menschen sich gegenseitig unterstützen, füreinander da sind, auch wenn es mal schwierig ist. Vereinzelung und Ausgrenzung finden wir furchtbar. Wir organisieren lieber gemeinsam abgefahrenen Scheiß, auf den wir stolz sein können und haben dabei eine Menge Spaß. Da braucht es dann nämlich auch keinen Patriotismus und keine „starken Männer“ mehr.

Dabei ist es für uns ein unumstößliche Fakt, dass es eine richtige Freiheit für Alle im Kapitalismus nicht geben sein kann. In diesem System werden wenige Gewinner*innen und viele Verlierer*innen produziert. Konkurrenz und Wettkampf führen zu Katastrophalen Arbeits- und Lebensbedingungen für millionen von Menschen. Solange wir an diesem Zustand festhalten, wird es kein gutes Leben für alle Menschen geben. Weder in der Tristesse der Provinz, noch in den Metropolen.
Nationalismus, Rassismus,Sexismus, Religiöser Fundamentalismus etc. und die „Lösungsstrategien“ von AfD bis „Islamischen Staat“ werden diesen Zustand nur verschlimmern und noch mehr Leid und Elend produzieren. Ein Blick in die Geschichte genügt. Aufklärung und grenzenlose Solidarität mit den Augebeuteten und an den Rand gedrängten müssen daher die Antworten auf derzeitige Probleme sein. Eine radikale Kritik am Zustand der Welt ist bitter nötig, genauso wie das Vorleben einer Alternative, so wie wir sie uns für alle Menschen Wünschen. Wir möchten daher jeden Menschen, der sich eine freiere, sozialere und gerechtere Gesellschaft wünscht dazu einladen sich mit uns auf den Weg zu begeben, um diese Gesellschaft im emanzipatorischen Sinn zu verbessern.

Für das gute freie und wilde Leben. Für Alle.