MDR Dokumentation: Immobilien, Geld und Hassmusik –

Diese Dokumentation zeigt deutlich auf, in welchen Strukturen sich auch Saalfelder Neonazis der sogenannten „Anti-Antifa-Ostthüringen“ herumtreiben. Zum Beispiel sind Maximilan W. (21:58 min) und David H. (23.43 min) aus Saalfeld/Gorndorf am Einlass zum Nazi-Event „Rock gegen Überfremdung“ am 20. August 2016 in Kirchheim zu sehen. Über dieses Event und die Machenschaften von David H. berichtete die Rechercheplattform Thüringen Rechtsaußen.

Exakt – Die Story:
Nirgendwo gibt es so viele rechtsextremistische Konzerte, Liederabende und Festivals wie in Thüringen und Sachsen. Auf den Events geht es um Kontaktpflege – und um Geschäfte. .

MAKE RACISTS AFRAID AGAIN…AND AGAIN…AND AGAIN – SAALFELD, 18.02.2017

18022017hungry

Am 18.Februar 2017 will die rassistische, antisemitische und rechtsextreme Jammer- und Gewalttätertruppe von Thügida wieder durch Saalfeld ziehen. „Auge umd Auge – Dem antideutschen Terror eine Adresse geben“… hört hört. Der Mossad ist informiert und THE WALKING REDS are definitiv noch hungry!

Spaß beiseite:

Die Neonazis rund um David Köckert., Ralf Dieter G., Frank G. und Robert K. formulieren mit „Auge um Auge“ ein Kampfansage an die Zivilgesellschaft und antifaschstische Strukturen vor Ort. Dabei lassen sie völlig außer Acht, dass es vor dem 9. Januar 2017 immer wieder Naziübergriffe und Einschüchterungsversuche der sogenannten „Anti-Antifa-Ostthüringen“, sowie etliche rechtsextreme Demonstrationen im Landkreis gab. Der Hass und die Gewalt trafen Andersdenkende, Punks und Jugendliche, die als vermeintliche „Zecken“ identifiziert wurden. Unvergessen auch die massive Nazi-Gewalt am 1. Mai 2015 in Saalfeld, als mehrere junge Leute von ca. 80 Neonazis ins Krankenhaus geprügelt wurden.
Wir fragen uns ernsthaft, was wollen die mit dem Motto „Auge um Auge“? Haben denn nicht wir allen Grund stinksauer und wütend auf diese hasserfüllten Einpeitscher und Handlanger zu sein, die sich danach sehnen, als völkisches Kollektiv alle nicht-deutschen zu vertreiben, auszuweisen oder sie wieder in Viehwagons zu stecken?! Der Faschismus hat nicht mit den Gaskammern in Auschwitz begonnen, sondern mit genau solchen, von Hass und Ideologie zerfressenen Elendsgestalten, wie denen von Thügida, Pegida, AfD und Co.

Entgegentreten

Die Nazis wollen sich 16:00 Uhr am Bahnhof in Saalfeld treffen und von dort aus über die Saalebrücke und Saalstraße Richtung Markt marschieren. Gerade unter dem Motto „Auge um Auge“ ist mit einer noch größeren Gewaltbereitschaft der Faschisten zu rechnen. Außerdem führt die Naziroute direkt am Jugend- und Wahlkreisbüro von Katharina König (MdL Die Linke) in der Saalstraße vorbei. Vor ihrem Büro haben am 13. Februar 2017 schon die Anmelder für die Nazidemo am Samstag ein Poser-Foto geschossen und damit versucht, Katharina und ihre Mitarbeiter*innen einzuschüchtern.

Es kann außerdem davon ausgegangen werden, dass sich gewaltbereite Neonazis im Innenstadtgebiet treffen. Schließlich hat der Tag für sie ja ein schlagkräftiges Motto. Habt das im Hinterkopf und überlasst den Nazis nicht die Straßen, auf denen sie ihr menschenverachtendes Weltbild, Hass und Angst durchsetzen wollen. Dem gilt es entschieden zu begegnen!

Organize/Anlaufpunkte

Diese Woche wird nicht erst am Samstag spannend, sondern liefert schon ab Donnerstag ordentlich Input.

- Donnerstag, 16.02.2017: Vortrag der Roten Hilfe Südthüringen , 19:00 Uhr, SB1 (danach Solitresen!)

- Freitag, 17.02.2017: Kundgebung: Grundfragen der Republik sind kein Problem „rivalisierender Jugendgruppen“ der AG Gesellschaftskritik , 16:00 Uhr, Marktplatz Saalfeld

- Samstag, 18.02.2017: Gegenprotest!
Ab 15:00 Uhr: Kundgebung vor dem Klubhaus: „Kein Platz für menschenverachtendes Treiben im Kiez“
Ab 15:30 Uhr: Kundgebung auf dem Markt: „Marktplatz der Demokratie und Mitmenschlichkeit“

Wir sehen uns allerspätestens am 18.02.2017 in Saalfeld auf der Straße und in der Unterwelt – gegen Nazi-Hetze und Repression !
In Solidarität mit allen, die sich den Faschisten in den weg stellen!

STILL LOVING ANTIFA.
MAKE RACISTS AFRAID AGAIN.

Aktionskarte:

Karte Saalfeld 18.02.2017

Saalfeld: United we stand – Gegen Naziaufmärsche und Repression

Aufruf der Soligruppe „United we stand – Gegen Naziaufmärsche und Repression“

Am 9. Januar 2017 kam es in Saalfeld zu Protesten gegen einen Aufmarsch von ThüGIDA. (http://ajubs.blogsport.de/2016/12/29/make-racists-afraid-again/ ) Mehrere Dutzend Antifaschisten versuchten immer wieder auf die Route zu gelangen, um sich den Nazis in den Weg zu stellen. Im Zuge der Proteste wurde ein Antifaschist aus Saalfeld von der Polizei festgenommen. Der Vorwurf lautet gefährliche Körperverletzung und Landfriedensbruch. Während sich Polizei, Medien und Nazis die Bälle in gemeinsamer Hetze gegen Antifaschisten zuspielen, ist es an der Zeit unsere Solidaritätsstrukturen auszubauen.

Saalfeld – Nazis rufen in den Wald rein…

Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Übergriffen durch Neonazis in der Region. Gezielt versuchten sie Antifaschisten, Migranten oder Flüchtlinge einzuschüchtern, verbal und physisch zu attackieren und eine Drohkulisse aufzubauen. Jagdszenen am Tag auf Antifaschisten, abfotografieren von Besuchern des Klubhaus der Jugend, mit Baseballschlägern und Messern bewaffnete Nazibanden, Morddrohungen gegenüber Jugendlichen und Angriffe durch Nazis, ausgerüstet mit Flaschen und Mundschutz sind bislang die Versuche der Nazis in der Stadt fußzufassen , wie das Antifaschistische Jugendbündnis Saalfeld zu berichten weiß. (http://ajubs.blogsport.de/2016/04/30/time-to-act/) Einen medialen Aufschrei gibt es nicht und niemand zeigte sich empört, abgesehen von einigen wenigen lokalen Politkern und der antifaschistischen Szene vor Ort. Seit der Neonazidemonstration am 1. Mai 2015 in Saalfeld befinden sich die Faschisten in der Region wieder auf Konfrontationskurs. Hofiert werden sie dabei von einer Polizei, die nicht nur die Neonazigewalt verharmlost, sondern Opfer von Gewalttaten der Neonazis über die linke Szene aushorchen will. Diejenigen, die noch mittels Anzeige den rechten Gewalttätern beikommen wollten, sahen sich durch die Polizei Verhören ausgesetzt, die sich nicht gegen die Gewalttäter richteten, sondern diejenigen zum Ziel der Ermittlungen machten, die den Nazis aktiv entgegentreten. Bisher gelang es der Strukturen vor Ort die Angriffe der Nazis abzuwehren und sie aus der Stadt zurückzudrängen. Eine aktive Gegenwehr, bei denen die Leute in Saalfeld immer wieder zur Zielscheibe der staatlichen Verfolgungsbehörden werden.

… und es schallt zurück!

Dennoch lassen sich die Akteure vor Ort nicht einschüchtern und versuchen dem Naziterror auf der Straße etwas entgegenzusetzen. Antifaschistischer Selbstschutz ist dabei nicht nur im Saalfelder Alltag von Bedeutung, gerade bei Veranstaltungen, wie dem Aufmarsch von Neonazis am 9. Januar 2017. Im Nachgang der ThüGIDA-Veranstaltung soll es, will man dem medialen Aufschrei der Lokalpostillen Glauben schenken, zu einem Angriff auf Neonazis der ThüGIDA-Veranstaltung gekommen sein. Im Nachgang der Veranstaltung überschlug sich die Presse gerade so mit Skandalmeldungen. Einem auf dem Boden liegenden ThüGIDA-Teilnehmer – von einem gewaltbereiten Neonazis ist nirgendwo die Rede – soll auf den Kopf getreten worden sein. Die Polizei, in diesem Fall natürlich sofort zur Stelle, will einen vermeintlichen Täter ausgemacht haben. Nun wird unserem Genossen vorgeworfen, er wäre der gefährlichen Körperverletzung und des Landfriedensbruchs schuldig.

Polizei (Saalfeld), deines Feindes Helfer

Die Polizei nahm den Antifaschisten fest und steckte ihn einen Tag in Gewahrsam. Mittlerweile ist er unter Auflagen auf freiem Fuß. Aktuell hat das LKA die Ermittlungen übernommen, die ihre „Extremismus-Experten“ gegen den Antifaschisten ins Feld führt.
Wir sind uns sicher, dass es in diesem Fall ein hohes Interesse der Ermittlungsbehörden gibt, gegen ihn und auch gegen antifaschistische Strukturen vor Ort vorzugehen. Zeigen wir uns solidarisch mit Tony, allen anderen Saalfelder Antifaschist*innen und denjenigen, die sich den Nazis konsequent in den Weg stellen. Für das kommende Verfahren werden für Anwaltskosten, eventuelle Verfahrenskosten Gelder benötigt, deshalb könnt ihr unter den folgenden Kontodaten mit dem Verwendungszweck SAALFELD spenden.

Rote Hilfe Südthüringen
IBAN: DE53 4306 0967 4007 2383 53
BIC: GENODEM1GLS (GLS-Bank)

MAKE RACISTS AFRAID AGAIN! 09.01.2017 SAALFELD!

Thügida stoppen!

ALERTA ANTIFASCISTA!

Diese Thügida-Schweinebande rund um Köckert, Schlimper, Die Rechte und die Anti-Antifa-Ostthüringen wollen gleich zu Beginn des neuen Jahres am 09.01.2017 ihren menschenverachtenden Hass auf die Saalfelder Straßen tragen. Wohin dieser Hass führt, konnten wir alle im vergangenen #scheißjahr 2016 zu Genüge sehen! Knapp 1000 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte, Attacken auf Refugees, versuchter Mord, Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Beleidigungen, Bedrohungen…

Nicht mit uns. Wir stellen uns vehement dagegen!

Anlaufpunkte für antifaschistischen Gegenprotest sind folgende angemeldete Kundgebungen:

- Blankenburger Straße/Boulevard Ecke Brudergasse / ab 16:30 Uhr
- vor der Klubhaus der Jugend in der Oberen Straße / ab 16:00 Uhr
- in der unteren Saalstraße bis zur Gerbergasse / ab 17:00 Uhr

Aktionskarte:

Aktionskarte 09012017 Saalfeld

Aktuelle Infos:

Twitter-Ticker zumsaru:
https://twitter.com/zumsaru

Hashtag:
#0901slf

Antifa bleibt Handarbeit!

Plauen 17.12. Antifademo „Den III. Weg zerschlagen – den Nazis die Homezone streitig machen!“

Die Verhältnisse in Sachsen sind nach rechts gerückt. Zwar Ausdruck einer gesamtdeutschen Tendenz, sticht das Bundesland dennoch heraus – mit einer weit verbreiteten pogromartigen rassistischen Stimmung, einer von Justiz und Zivilgesellschaft kaum ernsthaft behelligten neonazistischen Erlebniswelt und einer seit mehr als 25 Jahren stramm rechtskonservativen Regierungs- und Institutionslandschaft. Vor Ort bedeutet das, auch in Plauen: Kameradschaften und Bürgerwehren agieren immer selbstbewusster, der III. Weg inszeniert sich als Sammelbewegung rechts der NPD und zu den Tönen von AfD, DSU, NPD und “die Rechte” sammelt sich das Wutbürgertum mit dem Willen zum Pogrom.

Rückblende: Im Winter 2015/16 schaffte es Plauen durch die rechte Bürgerbewegung “Wir sind Deutschland” in die bundesweiten Medien. Zwar hat sich das rechte Wutbürgerbündnis nach der drastischen Schrumpfung der Teilnehmer*Innenzahlen nun weitestgehend in seine Bestandteile zerlegt. Parallel dazu fand jedoch eine Radikalisierung statt. Was bisher ein Sammelbecken von Querfront-Aktivist*Innen, Verschwörungstheoretiker*Innen und Rechtspopulist*Innen war, öffnet sich immer mehr ins offen neonazistische Milieu. Mit der Gründung der bürgerwehrähnlichen “Heimatschutzbrigade” ist (siehe Bautzen, Heidenau, Freital) eine Eskalation zu befürchten und mit der Gruppe “Für unser Vogtland” gehen die Restbestände des “Wir sind Deutschland”-Personals nun offen einen Pakt mit der neonazistischen Partei “der III. Weg” ein.

Schon seit über zwei Jahren ist Plauen einer der Schwerpunkte der Aktivitäten der neonazistischen Partei “Der III. Weg”. Zwar hat die Partei äußerst geringe Mitgliederzahlen, doch hohe Mitgliederzahlen sind auch gar nicht ihr Ziel. “Der III. Weg” ist eine nationalsozialistische Kaderorganisation, die politisch fitte und engagierte Neonazis an sich binden will, um eine straffe Organisation und eine hohe Quote an öffentlichkeitswirksamen Aktionen zu erreichen. Mit Kampagnen gegen das Grundrecht auf Asyl dient die Organisation als Stichwortgeber für rassistische Übergriffe und Brandanschläge im ganzen Bundesgebiet. Sie ist international bestens mit militanten neonazistischen Gruppen (z.B. Chrysi Avgi aus Griechenland & National Action aus England) vernetzt und fordert offensiv ein System nach dem Vorbild des NS-Regimes. Mittlerweile wurden sogar Verbindungen zum neonazistischen “Azov”-Regiment in der Ukraine aufgedeckt, in dem sich Nazis aus ganz Europa an den Waffen ausbilden lassen. Zum 1. Mai 2016 führte der “III. Weg” bereits zum zweiten Mal in Plauen eine rechte Großdemonstration mit etwa 800 Teilnehmenden durch. Am Rande kam es zu Übergriffen, bei denen mehrere Menschen verletzt wurden.

Mehrere Führungskader wie Tony Gentsch (ex-Hammerskin, Fränkische Aktionsfront, Freies Netz Süd) und Patrick Fehre (ex-NPD Berlin) wohnen in Plauen, mit Rico Döhler und Kevin Panke sind zwei weitere Hauptfiguren des III. Wegs im nahegelegenen Auerbach ansässig. Vor allem in den Stadtteilen Haselbrunn und Preißelpöhl ist eine rechte Vorherrschaft mit allen Bestandteilen einer neonazistischen Erlebniskultur bittere Realität. Übergriffe geschehen regelmäßig, eine rechts dominierte Kneipenlandschaft mit den hauptsächlich von Neonazis und rechten Hools frequentierten Läden “Michl’s Rockbar” (Pausaer Straße), Getränkemarkt Hübner (August-Bebel-Straße) und Bowlingwelt (Karolastraße) sowie ein Thor-Steinar-Laden in der Jößnitzer Straße sorgen für ein tiefbraunes Rückzugsgebiet. Alternative/linke Menschen sowie Migrant*Innen und Geflüchtete sind in Haselbrunn und Preißelpöhl Drohungen, verbalen Attacken bis hin zu physischen Angriffen ausgesetzt. Seit der Stadtteil Haselbrunn Wohnort von mehreren III.Weg-Kadern ist, stieg dort die Anzahl der Übergriffe und Propagandaaktivitäten deutlich an!

Mit der Demonstration am 17.12. wollen wir, Antifaschist*Innen aus Plauen und Umgebung, dahin gehen wo es den Nazis weh tut – in ihre vermeintlichen Rückzugsräume und Kieze. Wir werden weiterhin dafür sorgen, dass Gentsch, Fehre und ihr Fußvolk ihren Aktivitäten weder ungesehen noch ungestört nachgehen können – wir werden es zu verhindern wissen, dass sich vor unserer Haustür eine rechte Hegemonie herausbildet und nicht-rechte Menschen sowie Geflüchtete Angst um ihr Leben haben müssen. Ihr könnt noch so sehr in euren Hinterzimmern eurer Deutschtümelei nachgehen – wir haben euch im Auge und sind mit euch noch lange nicht fertig.

You better watch your back(yard)!
Antifa in die Offensive!
Den Nazis die Homezone streitig machen!
III. Weg zerschlagen!

Startpunkt der Demo: 14.30 am Oberen Bahnhof.